STOPPT SCHILL


ITALIEN

02-05-08

Ist es vielleicht schon der Anfang vom Ende, bevor es überhaupt richtig begonnen hat? Während sich der Rest Europas noch verwundert die Augen reibt, warum sich die Mehrheit der italienischen Wähler – bei einer geringen Wahlbeteiligung – den Rechtspopulisten Silvio Berlusconi erneut und zum drittenmal als Ministerpräsidenten wünschen, da knirscht es auch schon wieder im Koalitionsgebälk. Gemäß einem Bericht der F.A.Z. vom 29.04.08 ist geplant, „dass Berlusconi entgegen der Gepflogenheit der letzten Jahre kein Stellvertreter zur Seite steht.“ Dieses Amt hatte jedoch der Lega-Nord-Chef Bossi sich gewünscht, wird nun aber sich mit dem Reform-Ministerium begnügen müssen. Der Führer der postfaschistischen „Nationalen Allianz“ (AN) wiederum wird wenig Begeisterung nachgesagt, „das von ihm schon einmal gelenkte Außenministerium aufs neue zu übernehmen.“
Nun wird sich zeigen, wie der Umgang der Koalitionsparteien untereinander sich entwickelt. Und natürlich wann Berlusconi damit beginnt, sich selbst genehme Gesetze zu formulieren & umzusetzen. Denn sein eigenes Wohl & das seiner Firmenimperiums stehen bei ihm immer noch deutlich vor dem dem Landes. Da hilft es auch nicht, dass er der fast bankrotten Fluglinie Allitalia einen Staatskredit in Höhe von 400 Millionen € in Aussicht stellt. Ein Betrag, der von der EU argwöhnisch betrachtet wird & der wohl den Konkurs nur bis in das Jahr 2009 verschleppt. Zumal die finanzielle Lage des Staatshaushaltes mehr als kritisch ist. Hinzu kommt die Aussicht, dass Italien mit prognostizierten 0,5 % Wirtschaftswachstum für 2008 das Schlußlicht in Europa bildet, bei der Verschuldung aber ganz vorne steht.

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"Italien und der neue Rechtsextremismus"

Berlusconi versorgt seine Vasallen und die Familie


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