STOPPT SCHILL


Die schillsche Wahlschlappe

Am 22. September 2002 haben bei der Wahl zum deutschen Bundestag 399.757 Wähler ihre Zweitstimme der Schill-Partei gegeben. Das macht 0,8 % der abgegebenen Stimmen. Damit ist die Schill-Partei von ihrem Minimalziel, dem Einzug in den Bundestag, weit entfernt geblieben.

Dafür, dass die Schill-Partei zum Koalitionspartner einer unionsgeführten Regierung werden wollte, ist das ein Fiasko. Die Schill-Partei hat damit noch nicht einmal so viele Stimme wie die Republikaner und die NPD zusammen erhalten (280.735 + 214.872 = 495.607).

Natürlich versucht Ronald B. Schill das Ergebnis schönzureden, da er keinem echten Poltiker nach. Doch sein Ausspruch: "die meisten unserer Wähler wollten unter allen Umständen eine Verlängerung der rot-grünen Experimente verhindern und haben taktische gewählt", ist wie das Pfeiffen im dunklen Walde und durch keine Zahlen belegbar.

Im Gegenteil: Mit Ausnahme von Bayern hat die Union bundesweit lediglich 1,1 % zugelegt. In Hamburg gab es sogar ein Minus von 1,9 % gegenüber der Wahl von 1998.

Die Zahlen zeigen es m.E. ganz deutlich: so schnell wie die Schill-Partei in Hamburg aufgestiegen ist, so schnell steigt sie bundesweit und in Hamburg wieder ab. Meine Prognose ist, das spätestens in 3 Jahren bei den nächsten Bügerschaftswahlen die Schill-Partei keine Rolle mehr spielen wird. Und das ist gut so!

Hier eine Aufstellung der Wahlergebnisse für Schill und die CDU/CSU (Quelle: www.bundeswahlleiter.de)

Bundesland Schill-Partei CDU/CSU
Stimmen
in %
Stimmen
in %
Veränd. zu 1998
Hamburg
40.249
4,2 %
270.389
28,1 %
- 1,9 %
Schleswig-Holstein
26.246
1,5 %
625.054
36,0 %
+ 0,3 %
Bremen
6.465
1,7 %
92.515
24,5 %
- 0,9 %
Sachsen-Anhalt
nicht angetreten
-
415.099
29,1 %
+ 1,8 %
Nordrhein-Westfalen
70.609
0,7 %
3.674.405
35,1 %
+ 1,3 %
Hessen
22.291
0,7 %
1.265.893
37,1 %
+ 2,4 %
Rheinland-Pfalz
13.746
0,7 %
966.175
40,2 %
+ 1,1 %
Baden-Württemberg
27.828
0,5 %
2.543.233
42,8 %
+ 5,1 %
Mecklenburg-Vorpommern
16.077
1,7 %
294.884
30,3 %
+ 1,0 %
Niedersachsen
43.143
0,9 %
1.674.633
34,5 %
+ 0,4 %
Brandenburg
26.102
1,7 %
339.686
22,3 %
+ 1,5 %
Berlin
34.389
1,8 %
483.864
25,9 %
+ 2,2 %
Sachsen
31.528
1,2 %
867.121
33,6 %
+ 0,9 %
Thüringen
18.304
1,3 %
426.389
29,4 %
+ 0,5 %
Bayern
16.735
0,2 %
4.311.513
58,6 %
+ 10,9 %
Saarland
5.985
0,9 %
224.843
35,0 %
+ 3,1 %

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