Die folgende Satire entstand im Online-Forum des Hamburger Abendblatts
Eine Teilnehmer aus dem schwäbischen Raum verteidigte auf das heftigste den Herr Schill bei allen seinen Fehltritten, und dem Diskussionsteilnehmer war mit Fakten oder Argumenten einfach nicht beizukommen. So entstand die folgende Satire des fleißigen Mitstreiters NJFH:
NJFH - 11.02.2002, 10:17
ppd, Dienstag, den 12.02.2002
Hamburg vor der Revolution
Nach den sich überschlagenden Ereignissen am Wochenende berät zur Zeit der noch amtierende Senat über den Rücktritt und Neuwahlen. Wie es dazu kommen konnte, hier in chronologischer Auflistung:
+++ Feb. 10.02.2002 ca. 17:00 Uhr +++ Die Redaktion nimmt diese Meldung auf und beginnt zu recherchieren. Mit dieser unsäglichen Aussage, die, wie sich später herausstellt von einem frustrierten PRO-Praktikaten aus der Nähe von Stuttgart stammt, wird eine Lawine von Ereignissen los getreten, wie Sie die Bundesrepublik noch nicht kannte. |
+++ Feb. 10.02.2002 ca. 19:00 Uhr +++ |
+++ Feb. 10.02.2002 ca. 20:00 Uhr +++ Der SPD-Chef, sichtlich geschockt über dieses Meldung, geht in seinen ersten Äußerungen aber von einer Unschuldsvermutung der Hunde aus und kündigt für die nächste Woche einen Untersuchungsausschuß an. Die ebenfalls in Klausur befindliche GAL ("Thema: Grüner Pfeil zeigt nach rechts, was soll das??") wertet die Vorwürfe als noch nicht bewiesen, kündigt aber ebenso einen Untersuchungsbedarf an. Eine Stellungnahme der FDP war leider nicht zu bekommen, da sich der 25-köpfige Landesverband auf einer Klausurfahrt mit dem Kreuzschiff "AIDA" befindet und dort unter dem Motto "100 Tage Regierungsbeteiligung in Hamburg, 25% in Berlin" eine Rückschau auf die ersten 100 Tage liberaler Regierungsbeteiligung feiert. Erster Bürgermeister Ole von Beust, sichtlich erregt, kündigt jetzt eine schärfere Vorgehensweise gegen die Opposition an, da die ständigen Angriffe gegen seinen Koalitionspartner die erfolgreiche Regierungsarbeit behindern. Im übrigen sei er der Meinung, dass an den Gerüchten nichts daran sei. |
+++ Feb. 10.02.2002 ca. 22:30 Uhr +++ Er werde prüfen lassen, ob juristisch gegen die Hunde vorgegangen werden kann und versicherte noch nie eine illegalen Hund besessen zu haben. |
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+++ Feb. 10.02.2002 ca.00:30 Uhr +++ 20 bayrische Polizisten, die in der Nacht vorher zu einem Fortbildungslehrgang an die Elbe versetzt worden sind, trafen bei
Ihrer ersten Ortsbegehung auf diese feiernden Fans. Aus diesem Versehen, entstand eine der größten Krawalle in der Kiezgeschichte, da sich zur gleichen Zeit auch noch hunderte frustrierte St.Pauli-Fans dort befanden und in das Geschehen eingriffen. |
+++ Feb. 11.02.2002 ca.05:30 Uhr +++ Erste Protestveranstaltungen finden auf dem Rathausplatz statt. Annähernd 500 Hunde mit Ihren Besitzern demonstrieren gegen die tierfeindliche Politik des neuen Senats. Während dessen tobt die Schlacht auf dem Kiez weiter. Neben den Hamburger Fans gesellten sich auch noch die enttäuschten Kölner Fans hinzu, wohl wissend, dass für sie der Karneval bereits seit gestern beendet war. Die eingesetzten 5 Hundertschaften aus der Bereitschaftspolizei sahen sich ca. 4000 Fans gegenüber. Da die Hamburger Gefängnisse mit Abschiebehäftlingen bereits überbelegt waren, mussten festgenommene Demonstranten zum Mühlenberger Loch gebracht werden. In der ersten Pressekonferenz gegen 9:00 Uhr bestätigt Bürgermeister Ole von Beust, dass es Vermutungen gibt, dass hinter den Vorwürfen "Schill habe einen unbekannten Hund" eine Taktik der Opposition stecke. Warum diese allerdings aus Baden-Württemberg gestartet sei, ist noch nicht klar. Innensenator Schill, der seinen Amtssitz in die Gaststätte "Pony-Kate" auf Sylt verlegt hat ("ich fühle mich angesichts der ständigen Vorwürfe nicht mehr sicher in Hamburg") kündigt an, dass eine Verleumdungsklage gegen alle Hunde eingereicht wird. Gerüchte, dass der anonyme Schreiber aus dem Schwabenland einen versprochenen Posten in der Hamburg-Vertretung in Stuttgart erhalten sollte, statt dessen aber die Tochter des Bausenators Mettbach bevorzugt wurde, stritt der Innensenator ab, da ihm die Stadt Stuttgart gar nicht bekannt sei. |
+++ Feb. 11.02.2002 ca.15:00 Uhr +++ |
+++ Feb. 11.02.2002 ca.15:10 Uhr +++ |
+++ Feb. 11.02.2002 ca.17:00 Uhr +++ |
+++ Feb. 11.02.2002 ca.17:30 Uhr +++ |
+++ Feb. 11.02.2002 ca.19:00 Uhr +++ Wie unsere Korrespondenten mitteilten, dauern die Beratungen noch an. |